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History Schischule Filzmoos

Von Ilona Schörghofer


Die Familie Lackner entstammt Ururgroßvaterseits vom Zehenthof in Reitdorf.
Mein Urgroßvater war der Vater des ersten Schischulleiters von Filzmoos, Wastl Lackner. Dieser wiederum war der Bruder meiner Großmutter, welche mit meinem Großvater, Rupert Schörghofer, im Jahre 1937 den Unterhof übernahm. Aus dieser Ehe entstammt mein Vater Rupert Schörghofer, welcher 1941 als viertes von zehn Kindern geboren wurde. Rupert Schörghofer ehelichte 1969 Margit Schörghofer, geb. Salchegger aus dessen Ehe ich 1971 als ältestes von 3 Kindern entstamme. Seit 2001 bin ich nun Leiterin der Schischule Filzmoos.


Opa - Rupert Schörghofer


Seit Ende der zwanziger Jahre wurden in St. Christoph am Arlberg (anfangs unter Prof. Janner, später unter dem „Schipapst“ Prof. Stefan Kruckenhauser und noch später unter Prof. Franz Hoppichler bzw. jetzt unter Mag. Werner Wörndl) die weltbekannten österr. Schilehrer ausgebildet.
Ein Erlaß des Bundesministeriums für Unterricht vom 18. Dez. 1928 (Zl. 4417-II/102, abgedruckt in der „Volkserziehung“, den Nachrichten des BMfU, in der Ausgabe Nr. 10 vom 1. Jänner 1929) besagt, dass entgeltlicher Schiunterricht nur von jenen Personen erteilt werden darf, die über einen entsprechenden staatlichen Befähigungsnachweis verfügen. Die erste staatliche Schilehrerprüfung fand am 7. Dezember 1929 in St. Christoph statt.


Opa am Halsegg


Wastl Lackner, geb. 25. September 1900, wohnhaft in Filzmoos, Unterhof Nr. 33, hatte die Prüfung vor einer vom BMfU bestellten, „staatlichen Prüfungskommission für Schilehrer“ am 30. April 1933 abgelegt. Er war der erste geprüfte Schilehrer in Filzmoos.
Anfang der 30er Jahre waren im Gasthaus Bischofsmütze bereits über Weihnachten einige Winterurlauber, die nach einem Schilehrer fragten. Es wurde sodann von den Wirtsleuten Steinbacher Wastl Lackner oder dessen Bruder Christian vom Unterhof geholt, welche die betreffenden Gäste unterrichteten. Als Übungsplatz diente fast immer die so genannte „Kirchleitn“ im Mandlingfeld.

Aus einem Brief geht hervor, dass Wastl Lackner bereits im Jahre 1933 in Filzmoos eine Schischule betrieben hatte.
Das erste Schischulgesetz wurde im Land Salzburg 1934 beschlossen. Als eine der erforderlichen Voraussetzungen zur Erlangung einer Schischulkonzession hatte der Bewerber eine mindestens zweijährige Berufspraxis als staatlich geprüfter Schilehrer nachzuweisen. Wastl Lackner hatte laut Verleihungsbescheid (Zahl 8534/I/1934) auf der Südwienerhütte am Radstädter Tauern eine Schischule geführt.
Auch in Filzmoos hatte Lackner Schikurse abgehalten. So etwa kamen im Jahre 1934 an die 40 Schüler einer Wiener Textilschule mit Prof. Erhard an der Spitze nach Filzmoos, um hier das Schifahren zu lernen.


Es werden immer mehr Skilehrer


Bereits im Jahre 1930 wurden auf der Radstädter Hütte (Rossbrand) Schikurse abgehalten. Die Urkunde über die Zulassung einer Schischule am Rossbrand unter Leitung von Otto Erl, geb. 1910, trägt die Zahl 62/1/1935.
Auch nach dem 2. Weltkrieg wurden im Raum Filzmoos vereinzelt Schikurse abgehalten. Der Schisport hatte die Schaffung eines neuen Berufes mit sich gebracht – den des Schilehrers. Diese Tatsache war für die Förderung des Winterfremdenverkehrs von großer Wichtigkeit. Wastl Lackner und Christian Steinbacher hatten dies für Filzmoos erkannt. Sie waren es, die schon 1953 die ersten Wintersportler betreuten und ihnen die Schönheiten von Filzmoos näher brachten. Diese ersten (zahlenmäßig noch unbedeutenden) Gäste waren davon so angetan und begeistert, dass sie in ihrer Heimat ihren Bekannten und Freunden darüber berichteten. So haben eigentlich Christian Steinbacher und seine Mutter als Unterkunftgeber mit dem Gasthof Bischofsmütze den Anstoß zum Wintertourismus gegeben und die Weichen für dessen Weiterentwicklung gestellt.


Kursgruppe von 1955

Wastl Lackner, wohnhaft im Haus Bergheimat Nr. 71, suchte am 1. September 1953 beim Amt der Salzburger Landesregierung um die Bewilligung zur Errichtung und Führung einer Schischule mit dem Standort Filzmoos an. Mit dem Datum 17. November 1953 wurde diesem Ansuchen entsprochen (Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung II, Zahl 750/2-53) und Wastl Lackner erhielt die Bewilligung nach den Bestimmungen des Schischulgesetzes (Landesgesetzblatt Nr. 70/1949) zur Errichtung und Führung einer Schischule auf dem Gesamtgebiet der Gemeinde Filzmoos.


Kinderskikurs wird groß geschrieben


Die Anfangszeiten waren sehr schwer. Es musste versucht werden, die bereits gewonnenen, begeisterten Gäste zu einer Wiederkehr nach Filzmoos zu animieren – ein Vorhaben, das, wie wir heute wissen, auch gelungen ist.
Das erste, von der Familie Steinbacher gestellte Angebot betrug 1954 öS 36,-- pro Tag für Unterkunft und Verpflegung plus öS 6,-- pro Tag für den Schikurs.
Von Jahr zu Jahr kamen nun mehr Gäste nach Filzmoos und Wastl Lackner musste sich nach weiteren Schilehrern umsehen. So waren dann Raimund Ledl (Sportgeschäft), Hans Rettenwender (Schilehrer und Bergführer), Georg Salchegger (Kaufmann und mein Großvater), Hermann Nagl (Flachau), Wastl und Christian Schörghofer (Unterhof), Adam Lackner (Buschhäusl), Flory Vierthaler (Sport Flory), Fritz Sieder und Hermann Habersatter (beide Mandling), Rupert Schörghofer (Schischulleiter 1977-2001) und viele andere als Schilehrer tätig, die alle ihr Bestes gaben und so wesentlich zum Aufbau des Winterfremdenverkehrs beigetragen hatten.


Sammelplatz in Filzmoos


Bald wurde die Schischule Filzmoos zu einem Begriff. Wastl Lackner verstand es, seine Schilehrer zu motivieren, sie aus- und weiterzubilden.
Am 27. November 1967 wurde, auf Antrag, das Schischulgebiet Filzmoos und die Schischule Filzmoos und die Schischule Neuberg getrennt. Erwin Derting aus Schwarzach erhielt den Bescheid (Zahl II-61/J-4/68) zur Führung und Leitung der Schischule Neuberg, die er mit viel Einsatz aufbaute und bis 1999 leitete. Seit 1999 ist die Schischule Neuberg wieder in die Schischule Filzmoos integriert.


Skilehrer der Schischule Filzmoos


1977 legte Wastl Lackner aus Altersgründen die Leitung der Schischule Filzmoos zurück. Laut Schischulgesetz vom Jahre 1976 mußte nun eine Neuausschreibung erfolgen. Rupert Schörghofer, Berg- und Schiführer (wohnhaft Unterhof 33) sowie sein Bruder Adam Schörghofer, staatl. gepr. Schilehrer und Schiführer, bewarben sich um die Führung der Schischule. Mit Bescheid vom 7. Dezember 1977 wurde Rupert Schörghofer die entsprechende Bewilligung erteilt. Dieser bemühte sich weiterhin um den Schilehrernachwuchs, war 17 Jahre lang Ausbildner der Salzburger Landesschilehrerausbildung und von 1983-1995 Obmann des Salzburger Berufsschilehrer- und Snowboardlehrer Verbandes.
Im Jahre 1979 errichtete Rupert Schörghofer einen modernen Schikindergarten mit allem Komfort für bis zu 100 Kinder. Es können hier auch Kinder unter 3 Jahren (ohne Schilaufen) zur Betreuung gebracht werden.
In den Jahren 1996 – 2001 wird die Schischule Neuberg von der Schischule Filzmoos mitbetrieben.

Die Schischule Filzmoos genießt mittlerweile Weltruf.

Bis zu 45 Schilehrer werden in der Hochsaison beschäftigt. Das Angebot der Schischule Filzmoos umfasst alle Schilaufarten. Besonderes Augenmerk aber wird auf den Kinderunterricht gelegt. Oft gibt es Staatsangehörige aus bis zu 12 Nationen in der Schischule, was natürlich auch rein sprachlich bewältigt werden muss und mit eigens dafür engagierten Schilehrern bestens bewältigt werden kann.
Im Jahre 2000 übernahm ich, Ilona Schörghofer, geb. 1971, nach Abschluss meines Hochschulstudiums für Sportwissenschaften und zahlreichen Auslandaufenthalten, u. a. 3 Saisonen in Australiens Schigebieten, die Leitung der Schi- und Snowboardschule Filzmoos. Der Snowboard-Sektor wird seit 2001 unter der Marke „Snowboard Academy Filzmoos“ von meinem Bruder Ralf Schörghofer betreut, seines Zeichens staatl. gepr. Schilehrer und Diplomsnowboardlehrer bzw. Product Manager, Firma. Atomic. In den vergangenen Jahren wurde mit der Anschaffung von modernen Unterrichtsmitteln wie Schikarussell, Förderband bzw. Anfängerseillift dem erhöhten Anspruch der Wintergäste Rechnung getragen und jährlich kräftig in die Infrastruktur, z. B. auch im Administrationsbereich, investiert.

Auf bald, in Ihrer 5*****Schischule Filzmoos!!!


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Snowboarder
Ilona Schörghofer von der Schischule Filzmoos

Ilona Schörghofer von der Schischule Filzmoos

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INSIDER TIPPS

- Wenn möglich schon am Vortag des Kursbeginns anmelden und bzw. Liftkarten besorgen

- Kommen Sie bitte 10 Minuten früher zur Kurseinteilung und zum Kursbeginn!

- Achtung: Die erste Kurseinteilung ist nicht die endgültige!

- Liftkarten
benötigen alle (außer Anfänger), auch Kinder, sobald Sie einen eigenen Liftbügel bzw. Sessel benötigen

- Skiausrüstung
erhalten Sie bei allen Filzmooser Sportgeschäften


 
 
 
Youtube Videos der Schischule Filzmoos  
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